Lo Spadino” heißt ein neues toskanisches Landhaus, geboren aus einer Idee, einem Gedanken, einem Ziel, das in meinem Leben ein schwer zu erreichender Wunsch war: Ein Haus nur mit meiner Kraft, mit meinen Händen bauen.

Nach verschiedenen von mir durchgeführten Nachforschungen und nach Analyse von ererbten Handschriften wohnten meine Vorfahren, die Montagnani, seit einigen Jahrhunderten in dem Gebiet, wo die Provinz Florenz an die Provinz Siena grenzt, in der Nähe von San Gimignano. Die Symbole, die dieses Gebiet charakterisieren, sind Teil des Wappens meiner Familie, das sich im mittelalterlichen Palazzo des Bürgermeisters von Certaldo befindet. Das angebrachte Wappenschild zeigt sechs kleine Berge, umgeben von einem goldenen Band, auf dem oben der Name unseres Geschlechts geschrieben steht.

Durch verschiedene Umstände in meinem Leben konnte ich meine Ausbildung erst im Erwachsenenalter abschließen, während ich meinen Beruf als Feuerwehrmann ausübte. So besuchte ich in meiner freien Zeit eine private Technikerschule und die öffentliche Schule "Sanlustio Bandini" in Siena und erwarb so die notwendigen Kenntnisse und erreichte das ersehnte Ziel eines Abschlusses als Geometer.

In Zusammenarbeit mit einem wichtigen Technikerbüro in Poggibonsi habe ich die fachlichen Erfahrungen und Kenntnisse gesammelt, durch die ich die Planung des so ersehnten Landhauses durchführen konnte, das heute unter dem Namen "Podere Lo Spadino" bekannt ist.

Der Gutshof, entstanden aus einem alten abgerissenen Landhaus, gehört zum Gebiet der Gemeinde Barberino Val d'Elsa in der Nähe der Brücke Ponte di Spada (Staatsstraße 429). Die Arbeiten begannen 1992, auf einem Gebiet, das von Olivensträuchern und Weinbergen mit Chianti und Vernaccia umgeben war. Durch die große Leidenschaft und den festen Willen der ganzen Familie haben wir uns selbst dafür eingesetzt, die Bauarbeiten am Gutshof fertig zu stellen, mit einer besonderen Art des Mauerns, typisch für San Gimignano, die “mit sichtbarer Seite” genannt wird und seit Jahrhunderten in diesem Gebiet weitergegeben wurde: Es handelt sich dabei um eine Mauer, die durch Wiederverwendung von alten Materialen (häufig Bruchstücke der toskanischen Kultur ) gebaut wird. Diese Materialien, mit kreativem Blick angebracht, geben der fertigen Arbeit eine harmonische Dekoration, die das Auge erfreut.

Bei der Leitung des “Podere Lo Spadino” ist die ganze Familie Montagnani mit Sorgfalt und Leidenschaft dabei: mein Sohn Roberto, meine Tochter Barbara und meine Frau Antonella.

Das “Podere Lo Spadino” besitzt eine Fläche von 630 qm und ist auf drei Etagen verteilt (Kellergeschoss, Erdgeschoss und erste Etage), sowie einen Dachboden, wo bald eine Mansarde entsteht. Die besondere Abdeckung des pavillonartigen Gebäudes besteht aus 37 Balken aus hellem Eichenholz aus Jugoslawien und weiteren Deckenbalken, auf denen traditionelle toskanische Ziegel verlegt wurden.

Maris Montagnani